Welche Anforderungen stellt die DIN ISO 23601 an Flucht- und Rettungspläne?
Die DIN ISO 23601 in der aktuellen Ausgabe November 2021 legt fest, wie ein Flucht- und Rettungsplan gestaltet sein muss: lagerichtig zum Standort des Betrachters, farbig in den Sicherheitsfarben nach ISO 3864-1, mit Sicherheitszeichen nach ISO 7010 sowie mit Legende, Verhaltensregeln und Sammelstelle. Für Aushangpläne gilt in der Regel DIN A3 als Mindestformat, für raumbezogene Zimmerpläne ist DIN A4 zulässig; die Maßstäbe liegen üblicherweise zwischen 1:100 und 1:350. Die Norm ersetzt die Ausgabe von 2010 und historisch die zurückgezogene DIN 4844-3 (Stand: Juli 2026).
Was regelt die DIN ISO 23601 und welche Fassung ist aktuell?
Die aktuell gültige Ausgabe ist DIN ISO 23601:2021-11 mit dem Titel "Sicherheitskennzeichnung — Flucht- und Rettungspläne". Sie übernimmt die internationale Norm ISO 23601:2020 in das deutsche Normenwerk und ersetzt die Vorgängerausgabe DIN ISO 23601:2010-12. Das Dokument umfasst rund 19 Seiten und wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 145 erarbeitet. Wenn Sie nach der "aktuellen Fassung" suchen, ist damit immer die Ausgabe 2021-11 gemeint.
Inhaltlich beschreibt die Norm Gestaltungsgrundsätze für Pläne, die den Personen in einem Gebäude die Flucht- und Rettungswege sowie die Standorte von Brandschutz- und Erste-Hilfe-Einrichtungen verständlich machen sollen. Die DIN ISO 23601 ist dabei eine Gestaltungsnorm, keine Rechtsvorschrift: Sie sagt, wie ein Plan auszusehen hat, nicht ob er in Ihrem Objekt erforderlich ist.
Die Verbindlichkeit entsteht über das Arbeitsschutzrecht. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.3 zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung greift die Anforderungen der DIN ISO 23601 auf, die ASR A2.3 regelt Fluchtwege, Notausgänge sowie Flucht- und Rettungsplan. Ob ein Plan überhaupt gefordert ist, richtet sich nach der Arbeitsstättenverordnung und danach, ob Lage, Ausdehnung und Art der Nutzung dies erforderlich machen — ist er gefordert, ist die DIN ISO 23601 der anerkannte Maßstab für seine Gestaltung.
- Aktuelle Ausgabe: DIN ISO 23601:2021-11, Übernahme von ISO 23601:2020
- Ersetzt: DIN ISO 23601:2010-12; historisch abgelöst wurde die DIN 4844-3
- Gegenstand: Gestaltung und Darstellung von Flucht- und Rettungsplänen
- Rechtlicher Anknüpfungspunkt: ArbStättV mit ASR A1.3 und ASR A2.3
- Die Norm selbst begründet keine Aushangpflicht, sondern definiert den Gestaltungsstandard
Quellen: DIN Media — DIN ISO 23601:2021-11 Sicherheitskennzeichnung, Flucht- und Rettungspläne (ISO 23601:2020) , DGWZ — DIN ISO 23601 Sicherheitskennzeichnung, Flucht- und Rettungspläne , TÜV SÜD Brandschutz-Informationsportal — Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601
Welche Formate, Maßstäbe und Ausrichtung schreibt die Norm vor?
Für den klassischen Aushangplan gilt in der Regel DIN A3 als Mindestformat. Für raumbezogene Pläne, etwa Zimmerpläne in Hotels, Gästezimmern oder einzelnen Unterrichtsräumen, ist das kleinere Format DIN A4 zulässig, weil dort nur ein stark begrenzter Bereich dargestellt wird. Größere Formate sind möglich und bei weitläufigen oder unübersichtlichen Grundrissen häufig sinnvoll, damit die Mindestgrößen für Schrift und Symbole eingehalten werden können.
Der Maßstab richtet sich nach Gebäudegröße, Detaillierungsgrad und Anbringungsort. Üblich sind 1:100 für kleine und mittlere Gebäude, 1:250 für große bauliche Anlagen und bis etwa 1:350 für raumbezogene Pläne. Entscheidend ist nicht der Zahlenwert an sich, sondern dass der Plan aus der vorgesehenen Betrachtungsentfernung sicher lesbar bleibt.
Zentral ist die lagerichtige Darstellung: Der Grundriss muss so gedreht sein, dass die Blickrichtung des Betrachters mit der Darstellung übereinstimmt. Was auf dem Plan rechts liegt, muss auch real rechts liegen. Damit das funktioniert, muss der eigene Standort eindeutig erkennbar sein — er wird als blauer Standortpunkt mit einem Durchmesser von mindestens 7 Millimetern dargestellt. Ein Plan, der an mehreren Stellen im Gebäude identisch ausgehängt wird, ist deshalb in der Regel nicht normkonform; je Aushangort wird eine eigene, gedrehte Fassung mit eigenem Standortpunkt benötigt.
- Aushangplan: in der Regel mindestens DIN A3
- Zimmer- beziehungsweise raumbezogener Plan: DIN A4 zulässig
- Maßstab üblicherweise 1:100 (kleine und mittlere Gebäude) bis 1:250 (große Anlagen), raumbezogen bis etwa 1:350
- Lagerichtige Ausrichtung: Plandarstellung entspricht der Blickrichtung am Aushangort
- Standortpunkt "Sie sind hier" in Blau, Durchmesser mindestens 7 mm
- Je Aushangort in der Regel eine eigene, gedrehte Planfassung erforderlich
Quellen: Fluchtplan24 — Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 (Formate, Maßstäbe, Mindestgrößen) , TÜV SÜD Brandschutz-Informationsportal — Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 , DGWZ — DIN ISO 23601 Sicherheitskennzeichnung, Flucht- und Rettungspläne
Welche Farben schreibt die DIN ISO 23601 vor und was bedeuten sie?
Flucht- und Rettungspläne sind zwingend farbig auszuführen. Die verwendeten Sicherheitsfarben und ihre Bedeutung ergeben sich aus DIN ISO 3864-1 sowie ergänzend ISO 3864-4; sie sind nicht frei wählbar, sondern jeder Farbe ist eine feste Aussage zugeordnet. Ein Schwarz-Weiß-Ausdruck oder eine frei gewählte Hausfarbe erfüllt die Norm nicht.
Grün steht für Rettung und Sicherheit: Fluchtwege, Notausgänge, Erste-Hilfe-Einrichtungen und Sammelstellen. In der Praxis wird der Verlauf des Fluchtwegs meist in einem hellen Grün als Wegeband dargestellt, während die Rettungszeichen selbst im dunkleren Signalgrün gehalten sind. Rot kennzeichnet den Brandschutz, also Feuerlöscher, Wandhydranten, Brandmelder und Löschschläuche. Blau ist Gebotsfarbe und markiert unter anderem den Standort des Betrachters. Gelb beziehungsweise Gelbschwarz bleibt Warnhinweisen vorbehalten und wird sparsam eingesetzt.
Die Gebäudestruktur selbst — Wände, Türen, Treppen, feste Einbauten — wird bewusst monochrom in Schwarz auf weißem oder nachleuchtend weißem Hintergrund gezeichnet. Dieser Kontrast ist gewollt: Nur die sicherheitsrelevanten Informationen erscheinen farbig und springen dadurch sofort ins Auge. Als Orientierung für die Farbtöne werden in der Praxis häufig Signalrot RAL 3001, Signalgrün RAL 6032, Signalblau RAL 5005 sowie Signalschwarz RAL 9004 und Signalweiß RAL 9003 genannt; maßgeblich sind jedoch die Farbfestlegungen der ISO 3864-1.
- Grün: Fluchtwege, Notausgänge, Erste-Hilfe-Einrichtungen, Sammelstellen
- Rot: Brandschutzeinrichtungen wie Feuerlöscher, Wandhydranten und Brandmelder
- Blau: Gebotszeichen sowie der Standortpunkt des Betrachters
- Gelb beziehungsweise Gelbschwarz: Warnhinweise, sparsam eingesetzt
- Schwarz auf weißem oder nachleuchtend weißem Grund: Gebäudegrundriss und Text
- Farbfestlegung nach DIN ISO 3864-1 und ISO 3864-4, nicht nach Hausfarben
Quellen: Brandschutz Checkup — Flucht- und Rettungsplan Farben: diese Sicherheitsfarben gelten , TÜV SÜD Brandschutz-Informationsportal — Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 , FeuerTrutz — Änderungen in den Normen DIN 4844-2, DIN ISO 23601 und DIN 14406-4
Symbole, Mindestgrößen und langnachleuchtende Ausführung
Die Sicherheitszeichen im Plan sind den registrierten Zeichen nach DIN EN ISO 7010 zu entnehmen. Damit gelten dieselben international vereinheitlichten Piktogramme, die auch auf den Schildern im Gebäude angebracht sind — der Plan und die reale Beschilderung sprechen dieselbe Bildsprache. Für Zeichen, die nicht in der ISO 7010 registriert sind, verweist die überarbeitete DIN 4844-2 auf einen inzwischen stark reduzierten Restbestand von zehn nationalen Symbolen; alle übrigen Zeichen sind der ISO 7010 zu entnehmen.
Damit ein Plan auch aus einigen Metern Entfernung funktioniert, macht die Norm Vorgaben zu Mindestgrößen. Sicherheitszeichen im Plan sollen mindestens 7 Millimeter groß sein, die allgemeine Schrifthöhe mindestens 2 Millimeter betragen. Für die Überschrift wird eine Höhe von etwa 7 Prozent der kürzeren Blattkante angesetzt, für weitere Beschriftungen mindestens 60 Prozent davon. Auch die Strichstärken sind geregelt: Außenwände werden deutlich kräftiger dargestellt als Innenwände, in der Praxis etwa 1,6 Millimeter gegenüber 0,6 Millimetern.
Zum Pflichtinhalt gehören außerdem eine vollständige Legende, die jedes verwendete Zeichen und jede Farbcodierung erklärt, die Überschrift "Flucht- und Rettungsplan" in der Landessprache, Verhaltensregeln für Brand- und Unfall sowie die Sammelstelle. Bei größeren Anlagen ergänzt ein kleiner Übersichtsplan das Bild, der die Sammelstellen und das Umfeld zeigt und dabei in der Regel nicht mehr als etwa 10 Prozent der Fläche des Hauptplans einnehmen soll. Wird der Plan in langnachleuchtender Ausführung gedruckt, damit er bei Stromausfall oder Verrauchung lesbar bleibt, sollte das Material mindestens der Klasse C nach ISO 17398 entsprechen.
- Sicherheitszeichen nach DIN EN ISO 7010, passend zur Beschilderung im Gebäude
- Zeichen im Plan mindestens 7 mm, allgemeine Schrifthöhe mindestens 2 mm
- Überschrift etwa 7 Prozent der kürzeren Blattkante, weitere Beschriftung mindestens 60 Prozent davon
- Strichstärken abgestuft: Außenwände kräftiger (etwa 1,6 mm) als Innenwände (etwa 0,6 mm)
- Pflichtelemente: Legende, Überschrift, Verhaltensregeln, Sammelstelle
- Übersichtsplan bei größeren Anlagen, in der Regel höchstens rund 10 Prozent der Hauptplanfläche
- Langnachleuchtende Ausführung: Material mindestens Klasse C nach ISO 17398
Quellen: Fluchtplan24 — Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 (Formate, Maßstäbe, Mindestgrößen) , FeuerTrutz — Änderungen in den Normen DIN 4844-2, DIN ISO 23601 und DIN 14406-4 , TÜV SÜD Brandschutz-Informationsportal — Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601
Von DIN 4844-3 über 2010 zu 2021: was sich geändert hat und was es mit "2022" auf sich hat
Bis Ende 2010 wurden Flucht- und Rettungspläne in Deutschland nach DIN 4844-3 erstellt. Mit der Einführung der DIN ISO 23601 im Dezember 2010 wurde diese nationale Regelung durch die internationale Norm abgelöst. Der wesentliche Bruch lag in der Symbolik und der Farbzuordnung: Die Pläne verwenden seither die international registrierten Zeichen nach ISO 7010, die sich teilweise von den zuvor üblichen deutschen Symbolen unterscheiden. Fluchtwege werden seither grün dargestellt, und der Standortpunkt des Betrachters ist blau statt wie zuvor gelb.
Genau deshalb sind Pläne nach der zurückgezogenen DIN 4844-3 in der Praxis problematisch. Sie zeigen eine Symbolik, die von der heute im Gebäude angebrachten Beschilderung abweicht, und arbeiten mit einer anderen Farblogik. Im Ernstfall entsteht dadurch ein Widerspruch zwischen Plan und Realität, der die Orientierung erschwert. Da die ASR A1.3 auf die DIN ISO 23601 verweist, gilt ein Altplan nach DIN 4844-3 zudem nicht mehr als Umsetzung des Standes der Technik. Eine Umstellung ist deshalb in aller Regel angezeigt — spätestens bei der nächsten ohnehin fälligen Aktualisierung.
Die Ausgabe 2021-11 selbst war demgegenüber ein deutlich kleinerer Schritt. Sie übernimmt die internationale ISO 23601:2020 und wurde im Kern redaktionell überarbeitet; die Gestaltungsgrundsätze zu Farben, Symbolen, Formaten und Lagerichtigkeit blieben in ihrer Substanz erhalten. Die häufig gesuchte "Änderung 2022" ist kein eigener Normstand: Sie geht darauf zurück, dass die Neuausgaben von DIN ISO 23601, DIN 4844-2 und DIN 14406-4 Anfang 2022 in der Fachpresse gemeinsam besprochen wurden. Praktisch relevant war dabei vor allem die DIN 4844-2, die ihren Symbolbestand auf zehn nationale Zeichen reduziert und für alles Weitere auf die ISO 7010 verweist. Wer heute einen Plan bestellt, sollte schlicht die Ausführung nach DIN ISO 23601:2021-11 verlangen.
- Bis 2010: DIN 4844-3; seit Dezember 2010: DIN ISO 23601
- Kernänderung 2010: Symbolik nach ISO 7010, Fluchtwege grün, Standortpunkt blau statt gelb
- Altpläne nach DIN 4844-3 widersprechen der heutigen Beschilderung und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik
- Ausgabe 2021-11: Übernahme der ISO 23601:2020, im Kern redaktionell
- Es gibt keine eigene Normausgabe "2022" — gemeint ist meist die Berichterstattung über die Ausgaben 2021
- Parallel geändert: DIN 4844-2 mit nur noch zehn nationalen Symbolen
Quellen: DGWZ — DIN ISO 23601 Sicherheitskennzeichnung, Flucht- und Rettungspläne , DIN Media — DIN ISO 23601:2021-11 Sicherheitskennzeichnung, Flucht- und Rettungspläne (ISO 23601:2020) , FeuerTrutz — Änderungen in den Normen DIN 4844-2, DIN ISO 23601 und DIN 14406-4 , TÜV SÜD Brandschutz-Informationsportal — Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601
Häufige Fragen zur DIN ISO 23601
Ist die DIN ISO 23601 rechtlich verpflichtend?
Eine DIN-Norm ist zunächst eine private technische Regel und keine Rechtsvorschrift. Verbindlich wird sie über das Arbeitsschutzrecht: Die Arbeitsstättenverordnung verlangt einen Flucht- und Rettungsplan, wenn Lage, Ausdehnung und Art der Nutzung der Arbeitsstätte dies erforderlich machen, und die Technische Regel ASR A1.3 greift die Anforderungen der DIN ISO 23601 auf. Wer die ASR einhält, kann in der Regel davon ausgehen, die Anforderungen der Verordnung zu erfüllen. Daneben können Baugenehmigung, Sonderbauvorschriften oder Auflagen der Brandschutzdienststelle eigene Vorgaben enthalten.
Quellen: TÜV SÜD Brandschutz-Informationsportal — Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 , DGWZ — DIN ISO 23601 Sicherheitskennzeichnung, Flucht- und Rettungspläne
Wie oft muss ein Plan nach DIN ISO 23601 geprüft und aktualisiert werden?
Ein Flucht- und Rettungsplan muss stets den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Bei baulichen oder nutzungsbedingten Änderungen — neuen Wänden oder Türen, geänderter Wegeführung, versetzten Feuerlöschern oder Brandmeldern — ist er unverzüglich anzupassen. Unabhängig davon wird nach ASR A2.3 eine Prüfung auf Aktualität mindestens alle zwei Jahre empfohlen. Diese Prüfung sollte dokumentiert werden, damit sie gegenüber Aufsichtsbehörde oder Unfallversicherungsträger nachweisbar ist.
Quellen: TÜV SÜD Brandschutz-Informationsportal — Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 , Fluchtplan24 — Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 (Formate, Maßstäbe, Mindestgrößen)
Wer darf einen Flucht- und Rettungsplan nach DIN ISO 23601 erstellen?
Die Norm schreibt keine bestimmte Berufsqualifikation vor. Erforderlich ist eine fachkundige Person, die die Anforderungen an Symbolik, Farben, Maßstab und Lagerichtigkeit sicher umsetzen kann — in der Praxis sind das häufig Brandschutzbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder spezialisierte CAD- und Brandschutzplaner. Verantwortlich für einen normgerechten und aktuellen Plan bleibt in Arbeitsstätten der Arbeitgeber, unabhängig davon, wer den Plan zeichnet. Ein Dienstleister übernimmt dabei typischerweise die Aufbereitung des Grundrisses, die normgerechte Symbolik, die Erstellung einer eigenen lagerichtigen Fassung je Aushangort sowie die spätere Fortschreibung aus den vorhandenen CAD-Daten.
Quellen: Fluchtplan24 — Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 (Formate, Maßstäbe, Mindestgrößen) , DGWZ — DIN ISO 23601 Sicherheitskennzeichnung, Flucht- und Rettungspläne
Wo und wie müssen die Pläne ausgehängt werden?
Pläne gehören an gut sichtbare, ausreichend beleuchtete Stellen, an denen sich Personen orientieren — typischerweise an Zugängen, in Fluren, an Treppenräumen, vor Aufzügen und in Aufenthaltsbereichen. Maßgeblich ist, dass an jedem Aushangort die lagerichtige Fassung mit dem passenden blauen Standortpunkt hängt. Die Aushanghöhe sollte sich am Sichtfeld orientieren, üblich ist eine Anbringung etwa auf Augenhöhe. Wie viele Pläne nötig sind, hängt von Größe und Unübersichtlichkeit des Gebäudes ab; eine feste Stückzahl gibt die Norm nicht vor.
Quellen: TÜV SÜD Brandschutz-Informationsportal — Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 , Fluchtplan24 — Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 (Formate, Maßstäbe, Mindestgrößen)
Gilt die DIN ISO 23601 auch für Zimmerpläne in Hotels?
Ja, auch raumbezogene Zimmerpläne folgen den Gestaltungsgrundsätzen der Norm. Sie dürfen jedoch im kleineren Format DIN A4 ausgeführt werden und arbeiten mit einem gröberen Maßstab, weil sie nur den Weg vom Zimmer zum nächsten gesicherten Bereich zeigen. Auch hier gelten lagerichtige Darstellung, Standortpunkt, Sicherheitsfarben und ISO-7010-Symbolik. Der Zimmerplan ersetzt den Etagenaushang im Format A3 nicht, sondern ergänzt ihn.
Quellen: Fluchtplan24 — Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 (Formate, Maßstäbe, Mindestgrößen) , DGWZ — DIN ISO 23601 Sicherheitskennzeichnung, Flucht- und Rettungspläne
Muss ein Flucht- und Rettungsplan langnachleuchtend sein?
Die DIN ISO 23601 sieht als Hintergrund Weiß oder nachleuchtendes Weiß nach ISO 3864-1 vor; eine ausnahmslose Pflicht zur langnachleuchtenden Ausführung ergibt sich aus der Norm allein nicht. Sinnvoll und je nach Objekt gefordert ist sie überall dort, wo bei Stromausfall oder Verrauchung mit eingeschränkter Sicht zu rechnen ist. Kommt nachleuchtendes Material zum Einsatz, sollte es mindestens der Klasse C nach ISO 17398 entsprechen. Ob eine solche Ausführung im Einzelfall verlangt wird, kann sich aus dem Brandschutzkonzept, Sonderbauvorschriften oder Auflagen der Genehmigungsbehörde ergeben.
Quellen: Fluchtplan24 — Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen nach DIN ISO 23601 (Formate, Maßstäbe, Mindestgrößen) , Brandschutz Checkup — Flucht- und Rettungsplan Farben: diese Sicherheitsfarben gelten