Ratgeber · aktualisiert am 11.10.2026

DIN-Normen fuer technische Zeichnungen - Ueberblick

Technische Zeichnungen folgen einem abgestuften System aus DIN-, EN- und ISO-Normen: DIN EN ISO 5457 regelt Formate und Zeichnungsvordrucke, DIN 824 die Faltung, DIN EN ISO 128 die Darstellung mit Linien, Ansichten und Schnitten und DIN EN ISO 129-1 die Bemaßung. Toleranzen ordnet das System der Geometrischen Produktspezifikation (GPS) mit DIN EN ISO 8015 als Basisnorm. Ergänzend gelten je nach Disziplin eigene Regelwerke, etwa für Bauzeichnungen (DIN 1356 beziehungsweise DIN EN ISO 7519) und für die Elektrotechnik (heute DIN EN 61082-1 statt der zurückgezogenen DIN 40719).

Welche Normen Formate und Faltung regeln

Den äußeren Rahmen einer technischen Zeichnung legt DIN EN ISO 5457 fest, aktuelle Ausgabe 2017-10. Die Norm beschreibt die Formate und die Gestaltung von Zeichnungsvordrucken: die Blattgrößen der A-Reihe von A0 bis A4, den nutzbaren Zeichnungsraum, Rand und Heftrand sowie die Lage des Schriftfelds, das inhaltlich nach DIN EN ISO 7200 aufgebaut wird. Sie gilt branchenübergreifend und löste die frühere Ausgabe 2010-11 ab.

Das platzsparende Ablegen großer Blätter regelt eine eigene Norm: DIN 824 (Ausgabe 1981-03) beschreibt die Faltung auf das Ablageformat A4. Dabei wird so gefaltet, dass das Schriftfeld sichtbar bleibt, ein etwa 20 mm breiter Heftrand entsteht und sich die Zeichnung ohne Herausnehmen aus dem Ordner entfalten lässt. Formate und Faltung werden also von zwei verschiedenen Normen abgedeckt, auch wenn sie in der Praxis zusammengehören.

Ergänzend bestimmen weitere Grundnormen das Erscheinungsbild: DIN ISO 5455 regelt die Maßstäbe und ihre Angabe, DIN EN ISO 7200 die Datenfelder im Schriftfeld. Diese Normtexte sind kostenpflichtig über DIN Media (vormals Beuth) erhältlich. In CAD-Systemen sind Formate und Schriftfelder meist als Vorlagen hinterlegt, sodass neue Zeichnungen in der Regel bereits normgerecht beginnen.

  • DIN EN ISO 5457:2017-10: Formate der A-Reihe (A0 bis A4), Zeichnungsraum, Rand und Heftrand
  • Schriftfeld inhaltlich nach DIN EN ISO 7200, Maßstäbe nach DIN ISO 5455
  • DIN 824:1981-03: Faltung großer Blätter auf das Ablageformat A4
  • Faltung hält das Schriftfeld sichtbar und einen rund 20 mm breiten Heftrand frei
  • Formate und Schriftfelder sind in CAD-Systemen meist als Vorlage hinterlegt

Quellen: DIN EN ISO 5457:2017-10, DIN Media (dinmedia.de): Technische Produktdokumentation - Formate und Gestaltung von Zeichnungsvordrucken; legt die Blattformate der A-Reihe (A0 bis A4), Zeichnungsraum, Rand, Heftrand und die Lage des Schriftfelds fest und ersetzt die Ausgabe 2010-11 , DIN 824:1981-03, DIN Media (dinmedia.de): Technische Zeichnungen - Faltung auf Ablageformat; regelt das Falten größerer Blattformate auf das Ablageformat A4, sodass das Schriftfeld lesbar bleibt und ein etwa 20 mm breiter Heftrand entsteht

Wie ISO 128 Linien, Ansichten und Schnitte definiert

Die Darstellungsregeln bündelt die Normenreihe DIN EN ISO 128 (Technische Produktdokumentation, TPD - Allgemeine Grundlagen der Darstellung). DIN EN ISO 128-2 (Ausgabe 2023-06) regelt die Linien: Linienarten und Linienbreiten und deren Bedeutung, etwa die breite Volllinie für sichtbare Kanten, die schmale Strichlinie für verdeckte Kanten und die Strichpunktlinie für Mittel- und Symmetrielinien.

Ansichten und Schnitte behandelt DIN EN ISO 128-3 (Ausgabe 2024-06). Sie legt fest, wie Objekte in rechtwinkliger (orthogonaler) Projektion in Ansichten dargestellt und wie Schnitte und Schnittansichten geführt und schraffiert werden. Grundlage ist die Projektionsmethode nach ISO 5456-2; die Norm gilt ausdrücklich für verschiedene Disziplinen, vom Maschinenbau bis zur Architektur.

Die Reihe wurde neu geordnet: Die früheren Teile 20 bis 50 der DIN EN ISO 128 sind in die heutigen Teile 2 (Linien) und 3 (Ansichten, Schnitte) überführt worden. Wer ältere Zeichnungen oder Schulungsunterlagen nutzt, sollte deshalb prüfen, auf welche Teil- und Ausgabenbezeichnung sich eine Angabe bezieht, weil sich Nummerierung und Inhalte verschoben haben.

  • DIN EN ISO 128-2:2023-06: Linienarten, Linienbreiten und ihre Bedeutung
  • Breite Volllinie = sichtbare Kante, schmale Strichlinie = verdeckte Kante, Strichpunkt = Mittellinie
  • DIN EN ISO 128-3:2024-06: Ansichten, Schnitte und Schnittansichten in orthogonaler Projektion
  • Projektionsmethode nach ISO 5456-2; gilt disziplinübergreifend
  • Frühere Teile 20 bis 50 wurden in die Teile 2 und 3 zusammengeführt

Quellen: DIN EN ISO 128-2:2023-06 und DIN EN ISO 128-3:2024-06, DIN Media (dinmedia.de): Technische Produktdokumentation (TPD), Allgemeine Grundlagen der Darstellung - Teil 2 Linien (Grundregeln) und Teil 3 Ansichten, Schnitte und Schnittansichten; die früheren Teile 20 bis 50 wurden in die Teile 2 und 3 zusammengeführt

Bemaßung und Toleranzen: ISO 129-1 und das GPS-System (ISO 8015)

Die Regeln für Maße legt DIN EN ISO 129-1 fest, aktuelle Ausgabe 2022-02 (sie beruht auf ISO 129-1:2018 samt Änderung von 2020 und ersetzt die Ausgabe 2020-02). Die Norm beschreibt die Grundlagen der Bemaßung: den Aufbau aus Maßlinie, Maßhilfslinie, Begrenzung (Maßpfeil) und Maßzahl sowie die Anordnung, damit Maße eindeutig und ohne Mehrdeutigkeit lesbar sind. Maße werden, sofern nicht anders angegeben, in Millimeter eingetragen.

Wie Toleranzen zu verstehen sind, regelt nicht die Bemaßungsnorm selbst, sondern das System der Geometrischen Produktspezifikation (GPS). Dessen Basisnorm ist DIN EN ISO 8015 (Ausgabe 2011-09). Sie formuliert die grundlegenden Konzepte und Regeln, darunter das Unabhängigkeitsprinzip: Jede Maß- und jede Form- oder Lageanforderung gilt für sich, sofern keine besondere Beziehung angegeben ist.

Auf der ISO-8015-Basis baut eine ganze GPS-Normenmatrix auf, etwa DIN EN ISO 1101 für Form- und Lagetoleranzen und DIN EN ISO 14405 für Maßtoleranzen. Allgemeintoleranzen ohne einzelne Eintragung werden zunehmend über DIN EN ISO 22081 (Ausgabe 2022-10) geregelt; die traditionelle DIN ISO 2768 wird je nach Teil noch verwendet, Teil 2 gilt jedoch als zurückgezogen. Welche Toleranznorm gilt, sollte die Zeichnung über einen Hinweis im oder am Schriftfeld eindeutig angeben.

  • DIN EN ISO 129-1:2022-02: Grundlagen der Bemaßung (Maßlinie, Maßhilfslinie, Maßpfeil, Maßzahl)
  • Maße in der Regel in Millimeter, eindeutig und ohne Mehrdeutigkeit anzuordnen
  • DIN EN ISO 8015:2011-09: Basisnorm des GPS-Systems mit Unabhängigkeitsprinzip
  • GPS-Matrix unter anderem DIN EN ISO 1101 (Form/Lage) und DIN EN ISO 14405 (Maßtoleranzen)
  • Allgemeintoleranzen zunehmend nach DIN EN ISO 22081; DIN ISO 2768 teils noch, Teil 2 zurückgezogen

Quellen: DIN EN ISO 129-1:2022-02, DIN Media (dinmedia.de): Technische Produktdokumentation (TPD) - Angabe von Maßen und Toleranzen - Teil 1: Grundlagen (ISO 129-1:2018 und Amd 1:2020); regelt die grundlegenden Bemaßungsregeln und ersetzt die Ausgabe 2020-02 , DIN EN ISO 8015:2011-09, DIN Media (dinmedia.de): Geometrische Produktspezifikation (GPS) - Grundlagen - Konzepte, Prinzipien und Regeln; Basisnorm der GPS-Normenmatrix mit dem Unabhängigkeitsprinzip für Maß-, Form- und Lageanforderungen

Bauzeichnung, Maschinenbau und Elektrotechnik im Vergleich

Die Grunddarstellung mit Formaten, Linien, Ansichten, Schnitten und Bemaßung ist über die ISO-128- und ISO-129-Normen disziplinübergreifend geregelt. Darüber hinaus hat jede Fachdisziplin eigene, ergänzende Regelwerke, weil sich Maßstäbe, Symbole und Planinhalte deutlich unterscheiden.

Im Bauwesen galt lange DIN 1356-1 (Bauzeichnungen, Grundregeln der Darstellung). Die Ausgabe 2024-04 wurde jedoch Anfang 2025 zurückgezogen und durch DIN EN ISO 7519:2025-01 (Baukonstruktionszeichnungen) ersetzt, die die ISO-128-Reihe für den Baubereich ergänzt; ein überarbeiteter Entwurf DIN 1356-1 (Ausgabe 2026) befindet sich in Arbeit. Für Bauzeichnungen ist der aktuelle Normenstand deshalb im Einzelfall zu prüfen.

In der Elektrotechnik werden Schaltungsunterlagen nicht mehr nach der weitgehend zurückgezogenen DIN 40719 erstellt. Maßgeblich sind heute DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1):2015-10 für die Regeln elektrotechnischer Dokumente, DIN EN 60617 für die grafischen Schaltzeichen und DIN EN 81346 für die Referenzkennzeichnung. Der Maschinenbau arbeitet dagegen mit der geometrisch-maßstäblichen Darstellung nach ISO 128/129 und dem GPS-System, während elektrotechnische Pläne vor allem symbol- und funktionsorientiert sind.

  • Grunddarstellung (ISO 128/129) gilt disziplinübergreifend; Fachnormen ergänzen sie
  • Bau: DIN 1356-1:2024-04 zurückgezogen, ersetzt durch DIN EN ISO 7519:2025-01
  • Maschinenbau: geometrische Darstellung nach ISO 128/129 plus GPS (ISO 8015)
  • Elektrotechnik: DIN 40719 weitgehend zurückgezogen; heute DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1)
  • Schaltzeichen nach DIN EN 60617, Referenzkennzeichen nach DIN EN 81346

Quellen: DIN 1356-1:2024-04 (zurückgezogen) und Nachfolgenorm DIN EN ISO 7519:2025-01, DIN Media (dinmedia.de): Bauzeichnungen beziehungsweise Baukonstruktionszeichnungen - Grundregeln der Darstellung; DIN 1356-1 wurde Anfang 2025 zurückgezogen und durch DIN EN ISO 7519 ersetzt, ein überarbeiteter Entwurf DIN 1356-1 (2026) ist in Arbeit , DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1):2015-10, DIN Media (dinmedia.de): Dokumente der Elektrotechnik - Teil 1: Regeln (IEC 61082-1:2014); regelt die Erstellung elektrotechnischer Dokumente und löst zusammen mit DIN EN 60617 (Schaltzeichen) die weitgehend zurückgezogene DIN 40719 ab , DIN EN ISO 128-2:2023-06 und DIN EN ISO 128-3:2024-06, DIN Media (dinmedia.de): Technische Produktdokumentation (TPD), Allgemeine Grundlagen der Darstellung - Teil 2 Linien (Grundregeln) und Teil 3 Ansichten, Schnitte und Schnittansichten; die früheren Teile 20 bis 50 wurden in die Teile 2 und 3 zusammengeführt

Normen richtig anwenden und aktuell halten

Normen sind keine statische Größe. Gerade die Zeichnungsnormen wurden zuletzt mehrfach überarbeitet, etwa DIN EN ISO 129-1 (2022), DIN EN ISO 128-2 und -3 (2023 und 2024) sowie die neue Bau-Norm DIN EN ISO 7519 (2025). Wer auf ältere Ausgaben oder Lehrbücher zurückgreift, sollte die aktuelle Ausgabe mit Datum prüfen, bevor eine Angabe als verbindlich übernommen wird.

Für die Praxis empfiehlt es sich, im oder am Schriftfeld anzugeben, nach welchen Normen eine Zeichnung erstellt wurde, inklusive des Toleranz- und GPS-Bezugs. So bleibt für Fertigung, Prüfung und Zulieferer eindeutig, welche Regeln gelten. CAD-Vorlagen mit hinterlegten Formaten, Linien und Schriftfeldern erleichtern das normgerechte Arbeiten, ersetzen aber nicht die fachliche Prüfung im Einzelfall.

Die Normtexte selbst sind kostenpflichtig über DIN Media erhältlich; dieser Beitrag gibt einen Überblick und ersetzt weder den Normtext noch eine fachliche Beratung. Bei Unsicherheit über den gültigen Stand oder die richtige Normenauswahl kann die Abstimmung mit einem erfahrenen Konstruktions- oder Zeichenbüro sinnvoll sein.

  • Zeichnungsnormen werden regelmäßig überarbeitet (etwa ISO 129-1 2022, ISO 128 2023/2024, ISO 7519 2025)
  • Aktuelle Ausgabe samt Datum prüfen, bevor eine Angabe als verbindlich gilt
  • Im Schriftfeld angeben, nach welchen Normen und mit welchem GPS-/Toleranzbezug gezeichnet wurde
  • CAD-Vorlagen unterstützen, ersetzen aber keine fachliche Prüfung
  • Normtexte sind kostenpflichtig über DIN Media erhältlich

Quellen: DIN EN ISO 129-1:2022-02, DIN Media (dinmedia.de): Technische Produktdokumentation (TPD) - Angabe von Maßen und Toleranzen - Teil 1: Grundlagen (ISO 129-1:2018 und Amd 1:2020); regelt die grundlegenden Bemaßungsregeln und ersetzt die Ausgabe 2020-02 , DIN 1356-1:2024-04 (zurückgezogen) und Nachfolgenorm DIN EN ISO 7519:2025-01, DIN Media (dinmedia.de): Bauzeichnungen beziehungsweise Baukonstruktionszeichnungen - Grundregeln der Darstellung; DIN 1356-1 wurde Anfang 2025 zurückgezogen und durch DIN EN ISO 7519 ersetzt, ein überarbeiteter Entwurf DIN 1356-1 (2026) ist in Arbeit

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu DIN-Normen für technische Zeichnungen

Sind DIN-Normen für technische Zeichnungen verpflichtend?

DIN- und ISO-Normen sind zunächst freiwillige Empfehlungen und kein Gesetz. Verbindlich werden sie in der Regel erst durch Bezugnahme, etwa wenn ein Vertrag, eine Ausschreibung oder eine Verordnung auf sie verweist oder wenn sie als anerkannte Regeln der Technik gelten. Im Bauwesen nimmt beispielsweise die VOB/C auf technische Normen Bezug. Ob und in welchem Umfang eine Norm bindet, hängt daher vom Einzelfall und der vertraglichen Grundlage ab.

Quellen: DIN 1356-1:2024-04 (zurückgezogen) und Nachfolgenorm DIN EN ISO 7519:2025-01, DIN Media (dinmedia.de): Bauzeichnungen beziehungsweise Baukonstruktionszeichnungen - Grundregeln der Darstellung; DIN 1356-1 wurde Anfang 2025 zurückgezogen und durch DIN EN ISO 7519 ersetzt, ein überarbeiteter Entwurf DIN 1356-1 (2026) ist in Arbeit

Wo finde ich die aktuell gültigen Ausgaben der Normen?

Die verbindlichen Normtexte sind kostenpflichtig über DIN Media (vormals Beuth) erhältlich; dort ist auch der Status einer Norm (gültig, zurückgezogen, ersetzt) samt Ausgabedatum einsehbar. Achten Sie auf das Ausgabedatum im Format JJJJ-MM, etwa DIN EN ISO 129-1:2022-02, da ältere Ausgaben überholt sein können. Kostenlose Zusammenfassungen und Lehrmaterialien geben nur einen Überblick und sollten nicht als verbindliche Quelle dienen.

Quellen: DIN EN ISO 129-1:2022-02, DIN Media (dinmedia.de): Technische Produktdokumentation (TPD) - Angabe von Maßen und Toleranzen - Teil 1: Grundlagen (ISO 129-1:2018 und Amd 1:2020); regelt die grundlegenden Bemaßungsregeln und ersetzt die Ausgabe 2020-02

Was ist das ISO-GPS-System?

GPS steht für Geometrische Produktspezifikation, ein zusammenhängendes System internationaler Normen für Maße, Form, Lage und Oberfläche. Basis ist DIN EN ISO 8015 (2011-09) mit grundlegenden Regeln wie dem Unabhängigkeitsprinzip. Darauf bauen unter anderem DIN EN ISO 1101 (Form- und Lagetoleranzen) und DIN EN ISO 14405 (Maßtoleranzen) auf. Das GPS-System sorgt dafür, dass Toleranzangaben auf der Zeichnung eindeutig und prüfbar sind.

Quellen: DIN EN ISO 8015:2011-09, DIN Media (dinmedia.de): Geometrische Produktspezifikation (GPS) - Grundlagen - Konzepte, Prinzipien und Regeln; Basisnorm der GPS-Normenmatrix mit dem Unabhängigkeitsprinzip für Maß-, Form- und Lageanforderungen

Gilt DIN 1356 für Bauzeichnungen noch?

Nur eingeschränkt. Die zuletzt gültige DIN 1356-1:2024-04 wurde Anfang 2025 zurückgezogen und durch DIN EN ISO 7519:2025-01 (Baukonstruktionszeichnungen) ersetzt, die die ISO-128-Reihe für den Baubereich ergänzt. Ein überarbeiteter Entwurf DIN 1356-1 (Ausgabe 2026) ist in Arbeit. Für aktuelle Bauzeichnungen sollten Sie den gültigen Normenstand im Einzelfall prüfen.

Quellen: DIN 1356-1:2024-04 (zurückgezogen) und Nachfolgenorm DIN EN ISO 7519:2025-01, DIN Media (dinmedia.de): Bauzeichnungen beziehungsweise Baukonstruktionszeichnungen - Grundregeln der Darstellung; DIN 1356-1 wurde Anfang 2025 zurückgezogen und durch DIN EN ISO 7519 ersetzt, ein überarbeiteter Entwurf DIN 1356-1 (2026) ist in Arbeit

Welche Norm ersetzt DIN 40719 in der Elektrotechnik?

Die DIN 40719 für Schaltungsunterlagen ist weitgehend zurückgezogen. Für die Erstellung elektrotechnischer Dokumente gilt heute DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1):2015-10, für die grafischen Schaltzeichen DIN EN 60617 und für die Referenzkennzeichnung von Betriebsmitteln DIN EN 81346. Elektrotechnische Pläne sind damit stärker symbol- und funktionsorientiert als maßstäbliche Maschinenbauzeichnungen.

Quellen: DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1):2015-10, DIN Media (dinmedia.de): Dokumente der Elektrotechnik - Teil 1: Regeln (IEC 61082-1:2014); regelt die Erstellung elektrotechnischer Dokumente und löst zusammen mit DIN EN 60617 (Schaltzeichen) die weitgehend zurückgezogene DIN 40719 ab

Worin unterscheiden sich DIN, EN und ISO bei Zeichnungsnormen?

DIN bezeichnet eine deutsche Norm, EN eine in Europa harmonisierte Norm (CEN) und ISO eine internationale Norm. Die Kombination DIN EN ISO bedeutet, dass eine internationale ISO-Norm über die europäische Ebene unverändert als deutsche Norm übernommen wurde, etwa DIN EN ISO 5457. Rein nationale Normen wie DIN 824 bestehen daneben weiter, solange es keine übernommene internationale Fassung gibt.

Quellen: DIN EN ISO 5457:2017-10, DIN Media (dinmedia.de): Technische Produktdokumentation - Formate und Gestaltung von Zeichnungsvordrucken; legt die Blattformate der A-Reihe (A0 bis A4), Zeichnungsraum, Rand, Heftrand und die Lage des Schriftfelds fest und ersetzt die Ausgabe 2010-11