Welche Vorschriften gelten für Feuerwehrlaufkarten?
Feuerwehrlaufkarten richten sich in erster Linie nach der DIN 14675-1:2020-01 (Brandmeldeanlagen – Teil 1: Aufbau und Betrieb), die Format, Aufbau, Farbgebung und Symbolik der Karten regelt; ergänzend gelten die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der jeweils zuständigen Feuerwehr. In der Regel werden die Karten im Format DIN A4 doppelseitig als Übersicht (Vorderseite) und Detailplan (Rückseite) ausgeführt, griffbereit an der Brandmelderzentrale beziehungsweise Erstinformationsstelle aufbewahrt und bei jeder Änderung der Brandmeldeanlage oder wesentlichen baulichen Änderung unverzüglich aktualisiert. Verantwortlich für Vorhandensein und Aktualität ist der Betreiber der baulichen Anlage (Stand: Juli 2026).
Welche gesetzlichen Vorschriften und Normen gelten für Feuerwehrlaufkarten?
Feuerwehrlaufkarten werden erforderlich, sobald eine Brandmeldeanlage betrieben und auf die Feuerwehr aufgeschaltet wird. Ob überhaupt eine Brandmeldeanlage vorzuhalten ist, ergibt sich dabei nicht aus der Norm selbst, sondern aus den Landesbauordnungen, den Sonderbauvorschriften oder einer Auflage im Baugenehmigungsbescheid. Wie die zugehörigen Laufkarten auszusehen haben, regelt die maßgebliche Norm DIN 14675-1:2020-01 Brandmeldeanlagen – Teil 1: Aufbau und Betrieb, die die Feuerwehrlaufkarten in einem eigenen Abschnitt behandelt und unter anderem Format, Aufbau, Farbgebung und die zu verwendenden Symbole festlegt. Ergänzend gelten für Betrieb und Instandhaltung der Brandmeldeanlage die Normenreihe DIN VDE 0833 sowie die einschlägigen Errichter- und Betreiberpflichten.
Neben der Norm sind die kommunalen Vorgaben der Feuerwehren zu beachten. Die zuständigen Feuerwehren geben Technische Anschlussbedingungen (TAB) beziehungsweise Ausführungsbestimmungen heraus, die die Norm für ihren Zuständigkeitsbereich konkretisieren, etwa zu zulässigem Format, Faltung, Farbtönen, Beschriftung und zur Ausführung des Depots. Ein informativer Anhang der DIN 14675-1 verweist ausdrücklich auf diese Technischen Anschlussbedingungen. Verbindlich sind Norm und örtliche Vorgaben daher nur zusammen; wer Laufkarten erstellt, muss die TAB der jeweiligen Feuerwehr einholen und einarbeiten.
Für Planung, Errichtung und Instandhaltung von Brandmeldeanlagen verlangt die DIN 14675 grundsätzlich zertifizierte Fachfirmen; die Anforderungen an diese Fachfirma sind in der DIN 14675-2:2018-04 geregelt. Feuerwehrlaufkarten gehören als Teil der Anlagendokumentation zu diesem Zusammenhang und werden in der Regel durch fachkundige Personen beziehungsweise entsprechende Fachfirmen und nach Abstimmung mit der Feuerwehr erstellt. Die organisatorische Verantwortung dafür, dass aktuelle Laufkarten vorhanden sind, verbleibt unabhängig von einer Beauftragung beim Betreiber der baulichen Anlage.
- Laufkarten sind erforderlich, sobald eine Brandmeldeanlage auf die Feuerwehr aufgeschaltet wird
- Pflicht zur Brandmeldeanlage aus Landesbauordnung, Sonderbauvorschrift oder Baugenehmigung
- Maßgebliche Norm: DIN 14675-1:2020-01 (Brandmeldeanlagen – Aufbau und Betrieb)
- Ergänzend gilt die Normenreihe DIN VDE 0833 für Brandmeldeanlagen
- Technische Anschlussbedingungen (TAB) der örtlichen Feuerwehr konkretisieren die Norm
- Ein informativer Anhang der DIN 14675-1 verweist auf die TAB der Feuerwehren
- DIN 14675 verlangt für Brandmeldeanlagen zertifizierte Fachfirmen (DIN 14675-2:2018-04)
- Verantwortung für aktuelle Laufkarten liegt beim Betreiber der baulichen Anlage
Quellen: FeuerTrutz — Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Anforderungen, Aufbau, Farbgebung und Aktualisierung , DGWZ — DIN 14675 Brandmeldeanlagen: Aufbau und Betrieb (DIN 14675-1:2020-01) und Fachfirma (DIN 14675-2:2018-04) , Wikipedia — Feuerwehrlaufkarte: Zweck, Inhalt, Format und normative Anforderungen (DIN 14675-1:2020-01)
Welche Anforderungen stellt die DIN 14675 an Format, Aufbau und Farbgebung?
Feuerwehrlaufkarten werden in der Regel im Format DIN A4 ausgeführt, das zugleich als Höchstformat gilt; bei großen oder unübersichtlichen Objekten ist DIN A3 zulässig. Je nach den Vorgaben der örtlichen Feuerwehr kommen auch andere Formate wie DIN A5 in Betracht, weshalb das konkrete Format immer mit den Technischen Anschlussbedingungen abzugleichen ist. Die Karten sind objektspezifisch und meist doppelseitig bedruckt sowie laminiert; für jede Meldergruppe wird eine eigene Laufkarte erstellt, sodass sich die Einsatzkräfte im Alarmfall gezielt die passende Karte greifen können.
Der Aufbau folgt einem festen Schema aus Übersicht und Detail. Auf der Vorderseite steht die Gebäudeübersicht mit dem Laufweg von der Brandmelderzentrale beziehungsweise Erstinformationsstelle bis zum betreffenden Treppenraum sowie den Standorten der wichtigen Einrichtungen wie Brandmelderzentrale, Feuerwehr-Bedienfeld, Feuerwehr-Anzeigetableau, Übertragungseinrichtung und Feuerwehr-Schlüsseldepot. Auf der Rückseite folgt der Detailplan mit dem Laufweg vom Treppenaufgang bis zur ausgelösten Meldergruppe und den einzelnen Meldern. Gewählt wird eine vereinfachte Darstellung der Wände mit Türöffnungen sowie Grundriss- und Schnittdarstellungen ohne Bemaßung, damit die Karte im Einsatz sofort erfassbar bleibt.
Die Farbgebung und die Symbolik sind entscheidend für die schnelle Orientierung und in der DIN 14675 einheitlich festgelegt. Der Laufweg von der Brandmelderzentrale zur ausgelösten Meldergruppe wird mit grünen Pfeilen dargestellt, der ausgelöste Überwachungs- beziehungsweise Melderbereich wird rot umrandet und schraffiert hervorgehoben. Zu den weiteren Pflichtangaben zählen Meldebereich, Meldergruppe und Meldernummer, Melderart und -zahl, Gebäude und Geschoss, die Raumkennzeichnung und -nutzung, besondere Gefahren, eine Legende der verwendeten Symbole sowie das Datum der letzten Aktualisierung.
- Standardformat DIN A4, bei großen Objekten DIN A3, je nach TAB auch DIN A5
- Objektspezifisch, meist doppelseitig und laminiert; eine Laufkarte je Meldergruppe
- Vorderseite: Übersicht mit Laufweg von der Brandmelderzentrale bis zum Treppenraum
- Rückseite: Detailplan mit Laufweg bis zur ausgelösten Meldergruppe und den Meldern
- Standorte von BMZ, Feuerwehr-Bedienfeld, Anzeigetableau, Übertragungseinrichtung und Schlüsseldepot
- Vereinfachte Wanddarstellung, Grundriss und Schnitt ohne Bemaßung
- Grüne Pfeile für den Laufweg, rot umrandeter und schraffierter Melderbereich
- Pflichtangaben inklusive Legende und Datum der letzten Aktualisierung
Quellen: FeuerTrutz — Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Anforderungen, Aufbau, Farbgebung und Aktualisierung , Wikipedia — Feuerwehrlaufkarte: Zweck, Inhalt, Format und normative Anforderungen (DIN 14675-1:2020-01) , Jockel Brandschutz — Erstellung von Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Aufbau, Material und Ablauf
Wo werden Feuerwehrlaufkarten aufbewahrt und wie bleiben sie aktuell?
Feuerwehrlaufkarten sind griffbereit an der Brandmelderzentrale oder der Erstinformationsstelle für die Feuerwehr aufzubewahren, damit die Einsatzkräfte im Alarmfall unmittelbar auf die richtige Karte zugreifen können. In der Praxis werden sie dazu in einem gesicherten Feuerwehrlaufkartendepot in der Nähe der Brandmelderzentrale hinterlegt, das gegen unbefugten Zugriff geschützt und häufig mit einem Hinweisschild gekennzeichnet ist. Ordnung und Beschriftung des Depots sind ebenso wichtig wie die Karten selbst, weil im Einsatz jede Sekunde zählt und die passende Meldergruppenkarte sofort auffindbar sein muss.
Die Karten unterliegen einer strengen Aktualisierungspflicht. Sowohl alle Änderungen im Bereich der Brandmeldeanlage – etwa neue, versetzte oder entfernte Melder und geänderte Meldergruppen – als auch wesentliche bauliche Veränderungen müssen unverzüglich in die Laufkarten übernommen werden. Ein Plan, der einen nicht mehr vorhandenen Zugang, eine geänderte Meldergruppe oder einen versetzten Melder zeigt, kann die Einsatzkräfte in die Irre führen und wertvolle Zeit kosten. Verantwortlich für die Vollständigkeit und Aktualität ist der Betreiber, auch wenn die Karten ursprünglich von einer Fachfirma erstellt wurden.
In der Praxis bedeutet das, die Laufkarten bei jeder Erweiterung oder Umprogrammierung der Brandmeldeanlage sowie bei Umbauten anzupassen und die überarbeiteten Exemplare im Depot gegen die alte Fassung auszutauschen. Zweckmäßig ist es, die Änderung mit der zuständigen Feuerwehr abzustimmen und das Datum der letzten Aktualisierung auf der Karte zu vermerken. So bleibt nachvollziehbar, auf welchem Stand die Dokumentation ist, und es lässt sich verhindern, dass sich viele kleine Abweichungen unbemerkt zu einer unbrauchbaren Karte summieren.
- Aufbewahrung griffbereit an der Brandmelderzentrale oder Erstinformationsstelle
- Hinterlegung im gesicherten Feuerwehrlaufkartendepot, gegen unbefugten Zugriff geschützt
- Kennzeichnung des Depots mit einem Hinweisschild für die Einsatzkräfte
- Aktualisierungspflicht bei allen Änderungen der Brandmeldeanlage
- Auch wesentliche bauliche Änderungen sind unverzüglich nachzutragen
- Veraltete Karten können die Einsatzkräfte in die Irre führen
- Verantwortung für Aktualität und Vollständigkeit liegt beim Betreiber
- Überarbeitete Karten im Depot austauschen, abstimmen und mit Datum versehen
Quellen: Wikipedia — Feuerwehrlaufkarte: Zweck, Inhalt, Format und normative Anforderungen (DIN 14675-1:2020-01) , FeuerTrutz — Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Anforderungen, Aufbau, Farbgebung und Aktualisierung , Jockel Brandschutz — Erstellung von Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Aufbau, Material und Ablauf
Wie werden Feuerwehrlaufkarten erstellt und gedruckt?
Die Erstellung folgt einem strukturierten Ablauf. Am Anfang steht in der Regel eine Bestandsaufnahme oder Begehung vor Ort, bei der die bauliche Situation, die Standorte der Brandschutzeinrichtungen, die Angriffswege und die Kennzeichnung erfasst werden. Auf dieser Grundlage sowie anhand der Grundrisse und der Melderliste mit Meldergruppen und Meldernummern werden die Karten meist CAD-gestützt gezeichnet, je Meldergruppe eine eigene Laufkarte. Wichtig ist die frühzeitige Abstimmung mit der örtlichen Feuerwehr, damit die Karten deren Technische Anschlussbedingungen zu Format, Farben, Symbolik und Depot erfüllen.
Für den Druck stellt die Norm Anforderungen an Material und Beständigkeit, die die Karten im Einsatz zuverlässig lesbar halten. Feuerwehrlaufkarten werden in der Regel doppelseitig gedruckt und auf formstabiler Folie beziehungsweise als Karton in geschützter Folie laminiert ausgeführt; teilweise kommt besonders langlebiges Signolitpapier zum Einsatz. Anschließend werden die Karten passend für das Depot gestanzt oder geschnitten. Das Material soll robust, licht- und abriebbeständig sowie dauerhaft gut lesbar sein, da die Karten über Jahre im Depot verbleiben und im Ernstfall schnell erfasst werden müssen.
Für die Qualität ist neben dem Material die normkonforme und einheitliche Ausführung entscheidend. Die Symbole sollten durchgängig nach DIN 14675 verwendet, die Farbgebung eingehalten und die Raumkennzeichnung konsistent mit den übrigen Brandschutzunterlagen wie Flucht- und Rettungsplänen gehalten werden. Ein Register- oder Reitersystem erleichtert das schnelle Auffinden der richtigen Karte. Eine CAD-basierte Grundlage ist sinnvoll, weil sich die Karten so bei künftigen Änderungen der Anlage oder des Gebäudes effizient fortschreiben lassen, ohne sie jedes Mal neu aufzubauen.
- Schritt 1: Bestandsaufnahme oder Begehung vor Ort
- Schritt 2: Auswertung von Grundrissen und Melderliste mit Meldergruppen
- Schritt 3: CAD-gestützte Erstellung, eine Laufkarte je Meldergruppe
- Schritt 4: Abstimmung mit der örtlichen Feuerwehr und deren TAB
- Druck doppelseitig auf formstabiler Folie oder Karton in geschützter Folie (laminiert)
- Zuschnitt oder Stanzung passend für das Feuerwehrlaufkartendepot
- Robustes, licht- und abriebbeständiges Material für dauerhafte Lesbarkeit
- Einheitliche Symbole nach DIN 14675 und konsistente Raumkennzeichnung
Quellen: Jockel Brandschutz — Erstellung von Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Aufbau, Material und Ablauf , Brandschutz Checkup — DIN 14675 Feuerwehrlaufkarte: Anforderungen, Erstellung und Druck , FeuerTrutz — Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Anforderungen, Aufbau, Farbgebung und Aktualisierung
Warum sind normkonforme Feuerwehrlaufkarten wichtig, und wie unterstützt Brandschutz Checkup dabei?
Normkonforme und aktuelle Feuerwehrlaufkarten entscheiden darüber, wie schnell die Feuerwehr im Alarmfall den ausgelösten Melder findet. Sie führen die Einsatzkräfte auf dem kürzesten Weg von der Brandmelderzentrale zur betroffenen Meldergruppe und ermöglichen so eine rasche Orientierung in einem oft unbekannten und unübersichtlichen Gebäude. Über die reine Einsatzsicherheit hinaus sind aktuelle Laufkarten in der Regel Voraussetzung für die Abnahme und die Aufschaltung der Brandmeldeanlage auf die Feuerwehr; sie sind damit auch Teil des Nachweises gegenüber Feuerwehr, Behörde und Versicherer.
Ein fehlerhafter oder veralteter Kartensatz ist deshalb nicht nur ein formaler Mangel. Er kann bei Begehungen und Prüfungen beanstandet werden und im Schadensfall haftungs- und versicherungsrechtliche Folgen für die verantwortlichen Personen nach sich ziehen. Wer die Karten konsequent an Änderungen der Brandmeldeanlage und an bauliche Veränderungen koppelt und sie mit der zuständigen Feuerwehr abstimmt, stellt sicher, dass die Dokumentation im Ernstfall trägt und den örtlichen Vorgaben entspricht.
Spezialisierte Dienstleister können die Erstellung, den Druck und die Aktualisierung übernehmen. Anbieter wie Brandschutz Checkup werben damit, Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675 zu erstellen, sie mit der zuständigen Feuerwehr abzustimmen und die Bestandsunterlagen digital entgegenzunehmen; für den Druck werden die Karten den Angaben zufolge gedruckt, laminiert und passend für das Depot gestanzt beziehungsweise geschnitten, wahlweise ein- oder doppelseitig in DIN A4 bis DIN A3. Prüfen Sie vor der Beauftragung Leistungsumfang, Datengrundlage, Abstimmung mit der Feuerwehr und die eingehaltenen Standards; die Verantwortung für Vorhandensein und Aktualität der Karten bleibt beim Betreiber.
- Aktuelle Laufkarten ermöglichen den Einsatzkräften eine schnelle Orientierung
- Karten führen auf kürzestem Weg von der Brandmelderzentrale zum ausgelösten Melder
- In der Regel Voraussetzung für Abnahme und Aufschaltung der Brandmeldeanlage
- Nachweis gegenüber Feuerwehr, Behörde und Versicherer
- Veralteter Kartensatz kann beanstandet werden und haftungsrechtliche Folgen haben
- Kopplung an Änderungen der Anlage und des Gebäudes plus Abstimmung mit der Feuerwehr
- Dienstleister wie Brandschutz Checkup bieten Erstellung, Druck und Aktualisierung nach DIN 14675 an
- Verantwortung für die Aktualität verbleibt beim Betreiber
Quellen: Brandschutz Checkup — DIN 14675 Feuerwehrlaufkarte: Anforderungen, Erstellung und Druck , FeuerTrutz — Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Anforderungen, Aufbau, Farbgebung und Aktualisierung , DGWZ — DIN 14675 Brandmeldeanlagen: Aufbau und Betrieb (DIN 14675-1:2020-01) und Fachfirma (DIN 14675-2:2018-04)
Häufige Fragen zu Feuerwehrlaufkarten
Worin unterscheidet sich eine Feuerwehrlaufkarte von einem Feuerwehrplan?
Beide sind Arbeitsmittel der Feuerwehr, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke und beruhen auf verschiedenen Normen. Die Feuerwehrlaufkarte gehört zur Brandmeldeanlage und richtet sich nach der DIN 14675-1; sie zeigt je Meldergruppe den Laufweg von der Brandmelderzentrale bis zum ausgelösten Melder und wird griffbereit an der Zentrale aufbewahrt. Der Feuerwehrplan nach DIN 14095 ist dagegen ein Gesamtübersichtsplan der baulichen Anlage, der den Einsatzkräften die grundsätzliche Orientierung im Objekt ermöglicht. In vielen Objekten mit Brandmeldeanlage existieren daher beide Unterlagen nebeneinander.
Quellen: Wikipedia — Feuerwehrlaufkarte: Zweck, Inhalt, Format und normative Anforderungen (DIN 14675-1:2020-01) , FeuerTrutz — Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Anforderungen, Aufbau, Farbgebung und Aktualisierung
Wie viele Feuerwehrlaufkarten werden für ein Gebäude benötigt?
Als Faustregel wird für jede Meldergruppe der Brandmeldeanlage eine eigene Laufkarte erstellt. Die Gesamtzahl hängt damit unmittelbar von der Größe und der Aufteilung der Anlage ab: Ein kleines Objekt mit wenigen Meldergruppen kommt mit entsprechend wenigen Karten aus, große Anlagen benötigen einen umfangreichen Kartensatz. Alle Karten werden gemeinsam im Feuerwehrlaufkartendepot an der Brandmelderzentrale vorgehalten, damit die Einsatzkräfte im Alarmfall gezielt die zur ausgelösten Meldergruppe passende Karte entnehmen können.
Quellen: Wikipedia — Feuerwehrlaufkarte: Zweck, Inhalt, Format und normative Anforderungen (DIN 14675-1:2020-01) , Jockel Brandschutz — Erstellung von Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Aufbau, Material und Ablauf
Sind Feuerwehrlaufkarten Voraussetzung für die Aufschaltung der Brandmeldeanlage auf die Feuerwehr?
In der Regel ja. Sobald eine Brandmeldeanlage auf die Feuerwehr aufgeschaltet werden soll, verlangen die DIN 14675 und die Technischen Anschlussbedingungen der örtlichen Feuerwehr aktuelle und normgerechte Feuerwehrlaufkarten. Sie werden üblicherweise im Rahmen der Abnahme geprüft, sodass ohne vorhandene und korrekte Laufkarten die Aufschaltung und die Inbetriebnahme der Anlage in Frage stehen. Die genauen Anforderungen können je nach zuständiger Feuerwehr variieren, weshalb die örtlichen Vorgaben frühzeitig einzuholen sind.
Quellen: FeuerTrutz — Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Anforderungen, Aufbau, Farbgebung und Aktualisierung , DGWZ — DIN 14675 Brandmeldeanlagen: Aufbau und Betrieb (DIN 14675-1:2020-01) und Fachfirma (DIN 14675-2:2018-04)
Müssen Feuerwehrlaufkarten mit der örtlichen Feuerwehr abgestimmt werden?
Ja, die Abstimmung mit der zuständigen Feuerwehr ist in der Praxis unverzichtbar. Die Feuerwehren geben über ihre Technischen Anschlussbedingungen beziehungsweise Ausführungsbestimmungen konkrete Vorgaben etwa zu Format, Farbtönen, Faltung, Beschriftung und zur Ausführung des Depots vor, die über die reinen Normanforderungen hinausgehen können. Wer die Karten ohne diese Rückkopplung erstellt, riskiert, dass ein formal an der Norm orientierter, aber nicht abgestimmter Kartensatz nicht akzeptiert wird. Die Vorgaben sollten daher vor der Erstellung eingeholt und eingearbeitet werden.
Quellen: DGWZ — DIN 14675 Brandmeldeanlagen: Aufbau und Betrieb (DIN 14675-1:2020-01) und Fachfirma (DIN 14675-2:2018-04) , Brandschutz Checkup — DIN 14675 Feuerwehrlaufkarte: Anforderungen, Erstellung und Druck
Was kostet die Erstellung von Feuerwehrlaufkarten?
Pauschale Preise lassen sich nicht seriös nennen, weil der Aufwand stark vom Objekt abhängt. Wesentliche Faktoren sind die Zahl der Meldergruppen und damit der benötigten Karten, die Objektgröße, die Qualität der vorhandenen Unterlagen wie Grundrisse oder CAD-Daten, ein etwaiger Vor-Ort-Termin sowie Druck, Material und die Abstimmung mit der Feuerwehr. Für eine belastbare Einschätzung empfiehlt es sich, mehrere Angebote einzuholen und dabei genau auf den enthaltenen Leistungsumfang zu achten. Achten Sie darauf, ob Erstellung, Druck, Depot und spätere Aktualisierungen jeweils enthalten sind.
Quellen: Brandschutz Checkup — DIN 14675 Feuerwehrlaufkarte: Anforderungen, Erstellung und Druck , Jockel Brandschutz — Erstellung von Feuerwehrlaufkarten nach DIN 14675: Aufbau, Material und Ablauf